Tipps und Tricks

Verkehrsunfall und der Schuldige steht nicht fest?

Regelmäßig wird bei der Schadensregulierung darum gestritten, wer denn eigentlich schuld am Unfall hatte. Diese Streitigkeiten kann man in vielen Fällen vermeiden, wenn die Polizei gerufen wird, die bei Schäden jenseits von 1.500,00 € auch heute noch den Schaden und Schadensablauf dokumentiert.
Dabei wird der Polizeibeamte, der im allgemeinen Erfahrung in diesen Dingen hat, auch seine Meinung über den Hergang kund tun. Sind Sie der Auffassung, dass diese Meinung unzutreffend ist, so sollte man unbedingt darauf bestehen, dass die Polizei die entsprechenden Feststellungen trifft, die an Ort und Stelle noch möglich sind. Hinterher ist das oft schwierig oder gar unmöglich. Anhand der polizeilichen Unfallaufnahme, Ihren Angaben zum Unfallhergang und ggf. der Angaben von Zeugen, ist es uns später möglich den Hergang festzustellen und rechtlich einzuordnen.

Auch wenn die Polizei nicht erscheint, ist es ganz wichtig, dass an der Unfallstelle eine Skizze und wenn möglich Fotos gefertigt werden sowie alle Zeugen des Unfalls notiert werden. Bitte achten Sie darauf auch die Anschrift der Zeugen festzuhalten. Gibt es Spuren auf der Fahrbahn (zum Beispiel Brems- oder Schleuderspuren) so sind sie möglichst genau in ihrem Verlauf und in ihrer Länge zu dokumentieren. Dies kann eine spätere Auseinandersetzung über die Ursache bedeutend erleichtern. Achten Sie hier aber bitte auf eine ausreichende Sicherung der Unfallstelle und Ihrer Person.

Diese Hinweise zur Unfallaufnahme gilt vor allem für Unfälle im Ausland. Es kann in diesen Fällen nur große Sorgfalt empfohlen werden, um die Regulierung zu erleichtern, denn in den wenigsten Fällen wird es sich lohnen ins Ausland zu fahren um zu überprüfen, ob nach Wochen noch verwertbare Spuren vom Unfall vorhanden sind..

seit Anfang.2003 sind übrigens auch ausländische Versicherungen verpflichtet, eine Korrespondenzgesellschaft in Deutschland zu benennen, die dann für die Regulierung zuständig ist. Bei Unfällen im Ausland ist übrigens zu beachten, dass, von wenigen Ausnahmefällen abgesehen, das Recht des Tatortes gilt; so gilt für die Regulierung eines Unfalls in Frankreich französisches Recht. Das ist für die deutschen Beteiligten oft recht schmerzlich, weil in Frankreich die Regulierung bei weitem nicht so großzügig ist wie bei uns und ein eventuell gar notwendiger Prozess sich über Jahre hinziehen kann. Dabei sollte man von vornherein wissen, dass das französische Recht mit Schmerzensgeldern nicht sehr großzügig ist. Das gilt zum Beispiel auch für Italien oder Spanien.

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