Mein erster Maulkorb
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Trudelt doch heute tatsächlich mein erster Maulkorb ein. Eine Heidelberger Kanzlei, die auch solch illustre Kunden wie die FILA Deutschland GmbH, die FUZZY! Informatik AG oder die XING AG vertritt möchte, dass ich einen Link entferne. Dieser Link, der durch einen User gesetzt wurde, verweist auf eine Internetseite die sich u.a. kritisch mit Adressbucheinträger befasst und dort auch den Namen eines Mandanten der Kanzlei nennt.
So weit so schlecht. Schlechter aber noch der Stil mit dem das Verlangen (auch) durchgesetzt werden soll:
[...] Durch Ihre Verlinkung auf die Seite xxxxxx unterstützen Sie Herrn Dr. xxxxxxxx. Daher teilen wir Ihnen mit, dass Herr Dr. xxxxxxxx bereits mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten ist. Er erzielt sogar Einnahmen über den Verkauf von Videos über die Massage von unbekleideten Minderjährigen. Auch vor diesem Hintergrund sollten Sie Ihr Verhalten überdenken.
Subtil angedeutet: Entweder ich enferne den Link (was ich übrigens getan habe) oder ich unterstütze Pädophile und muss mich in die Kinderpornoecke stellen lassen.
Wenigstens ohne Kostennote die Aufforderung. Naja, ansonsten wäre die Sache wohl auch vor Gericht gegangen.
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Comundo - harte Bandagen
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Die Comundo Internet GmbH, die ja mit ihren unvorhergesehenen Tariferhöhungen für ordentlich Aufregung gesorgt hat, holt den großen Hammer raus.
“Da Ihren Mandanten nunmehr alle Informationen vorliegen und sie dennoch die Zahlung verweigern, müssen wir davon ausgehen, dass sie von Beginn an nicht vorhatten , unsere Forderungen zu begleichen und werden parallel zu unseren Maßnahmen Anzeige wegen Betrugs erstatten.”
Die armen Staatsanwaltschaften. Nach dem was man so über die Coumndo Internet GmbH liest, wird da wohl eine Standleitung zu den Justizbehörden fällig.
Ich frage mich, ob eine solche Anzeige für den Geschäftsführer der Firma nicht zum Bumerang wird, wurde doch im Zusammenhang mit der Tarifgestaltung bereits über die Strafbarkeit eines solchen Tuns diskutiert. Warten wir es ab.
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Hexengeschichten und esoterische Praktiken
Diesen Sommer kommt meine Tochter in die Schule.
Wobei, wenn ich mir die Kurzzusammenfassung der Gründe einer Baptisten-Familie durchlese, die ihr Kind von der allgemeinen Schulpflicht befreien lassen will,
Diese religiöse Erziehung sei in öffentlichen Schulen nicht gewährleistet. In der öffentlichen Schule werde lediglich die Liebe zu den Menschen - nicht zu Gott -, statt Unterordnung unter die Obrigkeit unter dem Etikett des mündigen Bürgers die ständige Rebellion und das unablässige Hinterfragen von Autorität gelehrt. Statt Schamhaftigkeit erfolge Sexualerziehung schon ab der 2. Klasse, statt Keuschheit erfolge eine verfrühte sexuelle Aufklärung und werde das Recht eines jeden Jugendlichen auf sexuelle Betätigung vermittelt. Statt vor Zauberei zu warnen, würden Hexengeschichten empfohlen und esoterische Praktiken wie Mandala-Malen geübt. Statt der biblischen Schöpfungsgeschichte werde die Evolutionstheorie, nicht als Theorie sondern als wissenschaftlich bewiesen, gelehrt.
dann muss ich mir das nochmals überlegen. Vielleicht sollte ich meine Tochter doch auch lieber zuhause unterrichten.
Verhandelt werden soll am 24.07. vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart, das auch beabsichtigt, noch am selben Tag zu entscheiden, sofern der Verhandlungsverlauf dies zuläßt.
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Polen und die EU
abgelegt unter: OT, Politik, T F B
Man mag ja von den Polen und deren Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski denken was man will. Aber jedenfalls wird dort wirklich alles zur argumentativen Begründung der eigenen Forderungen herangezogen. Selbst wenn es noch so abwegig ist.
Wenn man der Tagesschau Glauben schenken darf (und ich denke dies darf man) begründet Kaczynski seine Forderung nach der Quadratwurzelstimmgewichtung unter anderem damit, dass die Bevölkerungszahl Polens um rund 5,6 Millionen höher wäre, wenn es den zweiten Weltkrieg nicht gegeben hätte.
Aber abgesehen davon, dass man dann die Kriegstoten der anderen Länder, also auch Deutschlands 5,47 Millionen Tote, berücksichten müßte, frage ich mich, warum der polnische Ministerpräsident den Blick zurück und nicht in die Zukunft richtet. Denn gerade darum soll es doch bei der EU-Verfassung dem EU-Vertrag gehen. Um die Zukunft Europas.
Könnte mein Blog nicht jeder lesen, würde ich sagen, dass mir der Typ gewaltig auf den Geist geht, so landet der Beitrag halt nur in der Rubrig TFB.
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Haufe? Kanzlei Office? No Comment!
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Gerade ruft micht Herr H. von Haufe an. Man habe es sich jetzt nochmal angeschaut und könne nichts machen: Auf der Produktbeschreibung stehe ja nichts von Vista und auf der Internetseite auch nicht. Ich möge mich also bis zur Version 5.8 gedulden.
Dass ich wegen der Kompatibiliät zu Vista aber extra angerufen habe, nachfragte und mir die Auskunft der Dame von der (kostenpflichtigigen!) Hotline dann schlicht und ergreifend die falsche Auskunft erteilt hat, scheint bei Haufe niemand zu interessieren.
Beim letzten Kontakt hatte mir Herr H. ja auch noch zum Vorwurf gemacht, dass ich nur bei der allgemeinen Hotline angerufen hätte und nicht bei der (noch teureren) Produkthotline. Deshalb habe ich jetzt doch glatt nochmal nachgeschaut, wo ich angerufen habe:
Also jedenfalls bei mir steht Bestellung und Beratung, aber damit war wohl eine andere Beratung gemeint. Welche? Ich weiß es nicht. Jedenfalls habe ich jetzt immer noch einen Rechner auf dem das Sc****-Programm nicht läuft. Und deshalb möchte ich die werten Kollegen darum bitten, mich nicht nach meiner Meinung zu Haufe und zu Kanzlei-Office zu fragen.
Wer sich eine Meinung von der Kundenzufriedenheit machen möchte, kann ja mal ins Forum von Kanzlei-Office schauen und mal das mal auf die positiven Rückmeldungen der Kunden durchforsten. Oder sich als anschauliches Beispiel einfach diesen Thread anschauen. Der verdeutlicht ziemlich gut, wie es mit der Informations- und Updatepolitik aussieht oder wie man den Kunden umgeht. Oder vielleicht auch diese Diskussion.
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